20S-Proteasom-β1-Inhibitoren gehören zu einer Klasse chemischer Verbindungen, die speziell auf die Aktivität der β1-Untereinheit innerhalb des 20S-Proteasom-Komplexes ausgerichtet sind und diese hemmen. Um diese Klasse von Inhibitoren zu verstehen, ist es wichtig, sich mit der molekularen Maschinerie des Proteasoms zu befassen. Das Proteasom ist ein hochgradig regulierter Proteinabbaukomplex in eukaryontischen Zellen, der für die Aufrechterhaltung der zellulären Homöostase verantwortlich ist, indem er geschädigte oder nicht benötigte Proteine selektiv abbaut. Es besteht aus einer zylindrischen Kernstruktur, dem so genannten 20S-Proteasom, das sich aus vier gestapelten heptameren Ringen zusammensetzt - zwei äußeren α-Ringen und zwei inneren β-Ringen. Jeder β-Ring enthält drei verschiedene proteolytische Untereinheiten: β1, β2 und β5. Die 20S-Proteasom-β1-Inhibitoren sind, wie der Name schon sagt, Verbindungen, die spezifisch auf die β1-Untereinheit abzielen und diese hemmen, wodurch die Funktion des Proteasoms gestört wird.
Die β1-Untereinheit spielt eine entscheidende Rolle bei den proteolytischen Aktivitäten des Proteasoms und ist hauptsächlich für die Spaltung von Peptidbindungen nach sauren und hydrophoben Aminosäuren verantwortlich. Inhibitoren, die auf diese Untereinheit abzielen, können tiefgreifende Auswirkungen auf den zellulären Proteinabbauprozess haben, da sie die normale Funktion des Proteasoms stören und zu einer Anhäufung von fehlgefalteten oder geschädigten Proteinen in der Zelle führen können. Bei dieser Klasse von Inhibitoren handelt es sich in der Regel um kleine Moleküle oder Peptide, die spezifisch an das aktive Zentrum der β1-Untereinheit binden und dadurch ihre katalytische Aktivität behindern. Durch die Hemmung der β1-Untereinheit stören diese Verbindungen den gesamten Proteinumsatzprozess in der Zelle, was erhebliche Auswirkungen auf verschiedene zelluläre Prozesse haben kann, einschließlich der Regulierung des Zellzyklus, der Apoptose und der Modulation der Immunantwort.
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| Produkt | CAS # | Katalog # | Menge | Preis | Referenzen | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|---|
Bortezomib | 179324-69-7 | sc-217785 sc-217785A | 2.5 mg 25 mg | $135.00 $1085.00 | 115 | |
Bortezomib bindet mit hoher Affinität und Spezifität an die katalytische Stelle des 20S-Proteasoms, was zu einer Hemmung seiner proteolytischen Aktivitäten führt. | ||||||
Carfilzomib | 868540-17-4 | sc-396755 | 5 mg | $41.00 | ||
Carfilzomib bindet irreversibel an das Proteasom und hemmt es, wodurch der Abbau von Proteinen, die an der Regulierung des Zellzyklus beteiligt sind, gestört wird. | ||||||
MG-132 [Z-Leu- Leu-Leu-CHO] | 133407-82-6 | sc-201270 sc-201270A sc-201270B | 5 mg 25 mg 100 mg | $60.00 $265.00 $1000.00 | 163 | |
MG-132 hemmt das Proteasom reversibel, indem es an dessen aktive Stellen bindet und so den proteolytischen Abbau von Proteinen blockiert. | ||||||
Lactacystin | 133343-34-7 | sc-3575 sc-3575A | 200 µg 1 mg | $188.00 $575.00 | 60 | |
Lactacystin modifiziert und hemmt kovalent die Aktivität des Proteasoms, was zu einer Anhäufung von nicht abgebauten Proteinen führt. | ||||||
Oprozomib | 935888-69-0 | sc-477447 | 2.5 mg | $280.00 | ||
Oprozomib bindet wie andere Proteasominhibitoren an das Proteasom und behindert dessen proteolytische Funktionen. | ||||||
Ixazomib | 1072833-77-2 | sc-489103 sc-489103A | 10 mg 50 mg | $311.00 $719.00 | ||
Ixazomib hemmt selektiv und reversibel das 20S-Proteasom, was zu einer Anhäufung von polyubiquitinierten Proteinen führt. | ||||||
Delanzomib, free base | 847499-27-8 | sc-396774 sc-396774A | 5 mg 10 mg | $160.00 $300.00 | ||
Delanzomib hemmt die Chymotrypsin-ähnliche Aktivität des Proteasoms und beeinträchtigt so den Proteinumsatz. | ||||||
Epoxomicin | 134381-21-8 | sc-201298C sc-201298 sc-201298A sc-201298B | 50 µg 100 µg 250 µg 500 µg | $137.00 $219.00 $449.00 $506.00 | 19 | |
Epoxomicin hemmt spezifisch die Chymotrypsin-ähnliche Aktivität des Proteasoms und beeinträchtigt so den Abbau bestimmter Proteine. | ||||||