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LSP1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-406808 | 20 µg | $397.00 |
Das lymphozytenspezifische Protein 1 (LSP1) ist ein F‑Aktin-bindender Regulator des Zytoskeletts, der in Leukozyten und Endothelzellen angereichert ist und Zellform, Motilität und Adhäsion koordiniert. Es wirkt in Signalnetzwerken nachgeschaltet an Immunrezeptoren und Chemokin-Signalen und beeinflusst integrinabhängiges Trafficking, die transendotheliale Migration sowie die räumliche Organisation der Aktin-Remodellierung am Zellkortex. Über diese Funktionen trägt LSP1 zur Dynamik der Leukozytenaktivierung, zum Verhalten antigenpräsentierender Zellen und zu Interaktionen mit der vaskulären Barriere bei. Eine dysregulierte Expression oder Funktion von LSP1 wurde mit veränderten Entzündungsreaktionen und Phänotypen der Immunzellmigration in Verbindung gebracht, die für Immunpathologie und die Biologie hämatologischer Erkrankungen relevant sind.
Das LSP1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des LSP1-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des LSP1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von LSP1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die LSP1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von LSP1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der LSP1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.