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PAI-2 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402054-ACT | 20 µg | $397.00 |
SERPINB2 kodiert den Plasminogenaktivator-Inhibitor‑2 (PAI‑2), einen Serinprotease-Inhibitor, der die perizelluläre Proteolyse durch Hemmung des Urokinase‑Typ‑Plasminogenaktivators (uPA/PLAU) moduliert und dadurch die Plasminbildung sowie das Remodeling der extrazellulären Matrix beeinflusst. PAI‑2 wird durch entzündliche Signale induziert und häufig in Monozyten/Makrophagen, Epithelzellen und Tumormikroumgebungen untersucht, wo es Schnittstellen zu Fibrinolyse, Wundantwort und zytokingetriebenen Signalnetzwerken aufweist. Über die Regulation uPA/uPAR‑verknüpfter Prozesse beeinflusst SERPINB2 Zellmigration, Adhäsion und proteaseabhängige Signalkaskaden, die für Gewebeumbau und Immunaktivierung relevant sind. Eine veränderte SERPINB2/PAI‑2‑Expression wurde mit entzündlichen Pathologien und krebsassoziierten Phänotypen in Verbindung gebracht, was seine Nutzung als mechanistischen Knotenpunkt in Studien zu Proteostase und entzündungsgekoppeltem Remodeling unterstützt.
PAI-2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SERPINB2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
PAI-2 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SERPINB2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SERPINB2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen PAI-2-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SERPINB2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von PAI-2-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des PAI-2-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SERPINB2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.