OR2D2-Inhibitoren umfassen eine Reihe von Verbindungen, die indirekt die funktionelle Aktivität des OR2D2-Proteins hemmen können, das zur Familie der Geruchsrezeptoren (GPCR) gehört. Diese Hemmstoffe greifen nicht direkt in OR2D2 ein, sondern wirken über verschiedene Mechanismen auf die Signalwege und zellulären Prozesse, an denen OR2D2 beteiligt ist. Chinidin und Lidocain hemmen beispielsweise Natriumkanäle, was zu einer verringerten neuronalen Erregbarkeit führt, die für die Initiierung der OR2D2-vermittelten Signalübertragung unerlässlich ist. Ketoconazol verändert die Lipidzusammensetzung der Zellmembranen, was sich möglicherweise auf die für die ordnungsgemäße OR2D2-Funktion erforderliche Mikroumgebung auswirkt. Zinkionen und Kupferverbindungen, einschließlich Kupfersulfat und Kupferchlorid, wirken als allosterische Modulatoren von GPCRs, und ihre Bindung an OR2D2 kann zu Konformationsänderungen führen, die die Aktivität des Rezeptors verringern.
Darüber hinaus können der Breitspektrum-Antagonismus von Clozapin an GPCRs und die Blockade von Dopamin- und Serotoninrezeptoren durch Chlorpromazin zu Veränderungen des cAMP-Spiegels führen, der für die OR2D2-Signalübertragung entscheidend ist. Verapamil und Diltiazem vermindern durch die Hemmung von Kalziumkanälen den Kalziumeinstrom und beeinflussen dadurch möglicherweise die Phosphorylierung und Aktivität von OR2D2. Die Hemmung von ENaC durch Amilorid beeinträchtigt das Ionengleichgewicht über dem Riechepithel, was indirekt die Funktion von OR2D2 aufgrund von Veränderungen der Erregbarkeit der olfaktorischen sensorischen Neuronen verändern könnte. Propanolol bewirkt durch seine antagonistische Wirkung auf beta-adrenerge Rezeptoren eine Verringerung des cAMP-Spiegels, was die Signalwirkung von OR2D2 verringern könnte.
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