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RUNX1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400803-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
RUNX1 CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-400803-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
RUNX1 (AML1) ist ein sequenzspezifischer Transkriptionsfaktor des Core-Binding-Factor-Komplexes, der die Festlegung hämatopoetischer Stamm- und Vorläuferzellen, die Linienentscheidung sowie die Reifung myeloider und lymphoider Zellpopulationen steuert. Er reguliert Genprogramme, die Proliferation, Differenzierung und Apoptose kontrollieren, indem er in Zusammenarbeit mit Kofaktoren wie CBFβ und Chromatin-Remodelern an Enhancer- und Promotorregionen bindet und dabei mit Zytokin- und entwicklungsbiologischen Signalnetzwerken interagiert. Eine veränderte RUNX1-Dosierung oder -Funktion ist eng mit hämatologischen Malignomen und Knochenmarkversagenssyndromen verbunden, einschließlich wiederkehrender Translokationen und Punktmutationen, die die transkriptionelle Kontrolle der Hämatopoese stören. Als zentraler Knotenpunkt in Entscheidungen über das Schicksal von Blutzellen wird RUNX1 intensiv in der Transkriptionsregulation, dem epigenetischen Remodeling und der Modellierung leukämierelevanter Signalwege untersucht.
RUNX1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen RUNX1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
RUNX1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des RUNX1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der RUNX1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen RUNX1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native RUNX1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von RUNX1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des RUNX1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem RUNX1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.