
Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
Dicer Double Nickase Plasmid (m) | sc-431380-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
Dicer Double Nickase Plasmid (m2) | sc-431380-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Maus *Dicer1* kodiert Dicer, eine RNase-III-Endonuklease, die Vorläufer‑MikroRNAs und lange doppelsträngige RNAs in ca. 21–23 nt lange kleine RNAs verarbeitet, die in Argonaute-haltige RISC‑Komplexe geladen werden. Über die Biogenese von miRNAs und endo‑siRNAs prägt Dicer posttranskriptionelle Genregulationsprogramme, die den Zellzyklus, die Differenzierung, die angeborene Immun-Signalübertragung und die Aufrechterhaltung der Genomstabilität beeinflussen. Dicer‑abhängige kleine RNA‑Signalwege sind zentral für RNA‑Interferenz, epigenetische Regulation und die Unterdrückung transponierbarer Elemente. Veränderte Dicer‑Aktivität und eine gestörte miRNA‑Homöostase werden mit Entwicklungsdefekten und krankheitsrelevanten Phänotypen in der Krebsbiologie, Neurobiologie und in Studien zur Immun‑Dysregulation in Verbindung gebracht.
Dicer Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Dicer1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Dicer1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Dicer1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Dicer1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.