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PMP22 Double Nickase Plasmid (m) | sc-422323-NIC | 20 µg | $410.00 |
Peripheres Myelinprotein 22 (PMP22), kodiert durch das murine Gen *Pmp22*, ist ein tetraspanes membranständiges Glykoprotein, das in Schwann-Zellen und im kompakten Myelin stark angereichert ist. Dort trägt es zur Regulation der Zusammensetzung und Stabilität der Myelinmembran sowie zur Reizleitung in peripheren Nerven bei. PMP22 ist an Membrantransport- und Proteostasewegen beteiligt, einschließlich der Qualitätskontrolle im endoplasmatischen Retikulum (ER) und des endosomal-lysosomalen Abbaus, wodurch seine Menge eng mit der Myelinhomöostase und Programmen der Schwann-Zell-Differenzierung verknüpft ist. Veränderungen der PMP22-Dosis oder Fehlfaltungen sind eng mit Phänotypen peripherer Neuropathien assoziiert, was *Pmp22* zu einem zentralen Knotenpunkt für die Untersuchung der Myelinisierung, von Axon-Glia-Interaktionen und der Stressantwort-Signalgebung im peripheren Nervensystem macht.
PMP22 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Pmp22-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Pmp22 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Pmp22-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Pmp22-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.