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PMP22 CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-422323-ACT | 20 µg | $397.00 |
Mouse Pmp22 kodiert das periphere Myelinprotein 22 (PMP22), ein tetraspanes Membranglykoprotein, das in Schwann-Zellen und im kompakten Myelin des peripheren Nervensystems angereichert ist. PMP22 trägt zur Bildung und Aufrechterhaltung der Myelinscheide bei, indem es die Membranorganisation, die Differenzierung von Schwann-Zellen sowie Proteostase‑Signalwege beeinflusst, die das Falten und den Transport von Myelinproteinen steuern. Eine veränderte PMP22-Gen-Dosierung stört die Dynamik der Myelinisierung und die Axon‑Glia‑Interaktionen, wodurch Pmp22 ein zentraler Genort für die Untersuchung von Mechanismen peripherer Neuropathien, Stressantworten in myelinisierenden Gliazellen und myelinbezogenen Signalnetzwerken ist. In Mausmodellen wird die Modulation der Pmp22-Expression häufig genutzt, um Gen‑Dosiseffekte auf Myelinstabilität, Nervenleitfähigkeit und nachgeschaltete transkriptionelle Programme zu untersuchen.
PMP22 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Pmp22-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
PMP22 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Pmp22-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Pmp22-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen PMP22-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Pmp22-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von PMP22-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des PMP22-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Pmp22-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.