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OPA1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401555-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane OPA1-Gen kodiert eine dynaminähnliche GTPase, die in die innere Mitochondrienmembran eingebettet ist und die mitochondriale Fusion, die Cristaearchitektur sowie die Aufrechterhaltung der Organisation von Atmungsketten-Superkomplexen steuert. Durch die Koordination mit Faktoren der mitochondrialen Dynamik wie MFN1/2 und DRP1 unterstützt OPA1 die Effizienz der oxidativen Phosphorylierung, die Stabilität der mitochondrialen DNA und die bioenergetische Anpassung an zellulären Stress. Die OPA1-Funktion überschneidet sich mit apoptotischer Signalgebung, indem sie das Cristae-Remodelling und die Mobilisierung von Cytochrom c reguliert und so die Mitochondrienstruktur mit intrinsischen Zelltodwegen verknüpft. Eine pathogene Fehlregulation von OPA1 ist mit einer Fragmentierung des mitochondrialen Netzwerks und neurodegenerativen Phänotypen assoziiert, darunter die autosomal-dominante Optikusatrophie, was OPA1 für Studien zur neuronalen Resilienz und zu metabolischer Dysfunktion relevant macht.
OPA1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen OPA1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
OPA1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des OPA1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der OPA1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen OPA1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native OPA1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von OPA1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des OPA1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem OPA1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.