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Thy-1/CD90 Double Nickase Plasmid (m) | sc-423390-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
Thy-1/CD90 Double Nickase Plasmid (m2) | sc-423390-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Thy1 kodiert das glycosylphosphatidylinositol-(GPI)-verankerte Oberflächen‑Glykoprotein Thy‑1/CD90, einen konservierten Marker für Neuronen, Fibroblasten, mesenchymale Stromazellen und Subpopulationen von T‑Zellen in der Maus. Thy‑1 ist über Bindungspartner wie Integrine und Syndecane an Zell‑Zell‑ und Zell‑Matrix‑Interaktionen beteiligt und beeinflusst dadurch die Dynamik fokaler Adhäsionen, die Umgestaltung des Zytoskeletts und die Mechanotransduktion. Über diese Prozesse moduliert es Neuritenauswuchs, Axonführung und die Aktivierung von Immunzellen und verknüpft die Thy‑1‑Signalgebung mit Gewebeumbau und entzündlichen Signalen. Eine fehlregulierte Thy‑1‑Expression wurde mit fibroseähnlicher Stromaktivierung, Neuroinflammation und Phänotypen der Tumormikroumgebung in Verbindung gebracht und ist damit relevant für Studien zur adhäsionsabhängigen Signalgebung und zur Zelllinien‑/Lineage‑Identität.
Thy-1/CD90 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Thy1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Thy1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Thy1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Thy1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.