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RUNX1 CRISPR Activation Plasmid (m) | sc-419483-ACT | 20 µg | $397.00 |
Runx1 kodiert den Runt-verwandten Transkriptionsfaktor RUNX1, einen zentralen Regulator der definitiven Hämatopoese, der die Linienfestlegung und Reifung hämatopoetischer Stamm- und Vorläuferzellen steuert. RUNX1 wirkt in transkriptionellen Netzwerken mit Kofaktoren wie CBFβ und integriert Signaleingänge, um während der myeloischen und lymphoiden Differenzierung die Chromatinzugänglichkeit, Enhancer-Aktivität und Zellzyklusprogramme zu koordinieren. In Mausmodellen führen veränderte Runx1-Dosierung oder -Aktivität zu Störungen der Blutentwicklung, beeinflussen die Homöostase von Immunzellen und liefern mechanistische Zusammenhänge zur Leukämogenese sowie zu Phänotypen des Knochenmarkversagens. Dieses Gen wird häufig in Signalwegen untersucht, die die Selbsterneuerung von Stammzellen, Differenzierungs-Checkpoints und onkogene transkriptionelle Dysregulation steuern.
RUNX1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Runx1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
RUNX1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Runx1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Runx1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen RUNX1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Runx1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von RUNX1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des RUNX1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Runx1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.