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POL H Double Nickase Plasmid (h) | sc-401794-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
POL H Double Nickase Plasmid (h2) | sc-401794-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
POLH kodiert die DNA-Polymerase Eta (POL H), eine Translesionssynthese-Polymerase der Y-Familie, die die Replikation über sperrige DNA-Läsionen hinweg ermöglicht – insbesondere über UV-induzierte Cyclobutan-Pyrimidindimere – und dadurch das Stillstehen der Replikationsgabel sowie genomische Instabilität begrenzt. POL H wirkt in Signalwegen der DNA-Schadentoleranz und der Postreplikationsreparatur und koordiniert über PCNA-Ubiquitinierung sowie die RAD6/RAD18-Achse den Wechsel zwischen replizierenden Polymerasen und Läsions-Bypass-Polymerasen. Defekte in POLH stören den präzisen Läsions-Bypass und erhöhen die Mutagenese, was die POLH-Aktivität mit Mechanismen verknüpft, die unter genotoxischem Stress die genomische Integrität beeinflussen. POLH wird daher in Human-Zellsystemen breit zur Erforschung von UV-Antwort, Mutationssignaturen und Replikationsstress untersucht.
POL H Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des POLH-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von POLH abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die POLH-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit POLH-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.