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PLP CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401663-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
PLP CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-401663-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
PLP1 kodiert das Proteolipidprotein 1 (PLP), einen wichtigen strukturellen Bestandteil des kompakten Myelins im zentralen Nervensystem, der die Membranarchitektur von Oligodendrozyten und eine effiziente axonale Erregungsleitung unterstützt. PLP ist an der Bildung und Aufrechterhaltung der Myelinscheide beteiligt, indem es die Organisation lipidreicher Membranen sowie Myelin-Biogenesewege unterstützt, die die Integrität der weißen Substanz steuern. Veränderungen der PLP1-Dosis oder -Sequenz stören die Myelinisierung und die Oligodendrozytenfunktion und sind mit erblichen hypomyelinisierenden Leukodystrophien sowie verwandten neuroentwicklungsbedingten und neurodegenerativen Phänotypen assoziiert. Daher wird PLP1 häufig in Modellen der Oligodendrozytendifferenzierung, der Axon-Glia-Interaktionen und der Mechanismen der Myelinstabilität untersucht.
PLP Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen PLP1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
PLP Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des PLP1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der PLP1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen PLP-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native PLP1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von PLP-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des PLP-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem PLP1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.