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LHX4 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403801-ACT | 20 µg | $397.00 |
LHX4 (LIM homeobox 4) ist ein Transkriptionsfaktor mit LIM-Domäne, der über ein Homeobox-Motiv an DNA bindet, um die Festlegung von Zellschicksalen und die Organogenese zu koordinieren, mit besonders wichtigen Funktionen in Entwicklungsprogrammen der Hypophyse und des zentralen Nervensystems. Durch die Zusammenarbeit mit anderen transkriptionellen Regulatoren trägt LHX4 zur Kontrolle linien-/zelltypspezifischer Genexpressionsnetzwerke bei, die Differenzierung, Proliferation und Gewebemusterbildung beeinflussen. Eine Störung oder Fehlregulation von LHX4 wurde mit kongenitalem Hypopituitarismus und damit verbundenen Entwicklungsanomalien in Verbindung gebracht, was seine Bedeutung für die Ausbildung endokriner Achsen und die neuronale Entwicklung widerspiegelt. Als nukleärer Regulator der Transkription bietet LHX4 einen gut zugänglichen Ansatzpunkt, um in humanen Modellsystemen genregulatorische Schaltkreise und das Zusammenspiel von Entwicklungswegen zu untersuchen.
LHX4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen LHX4-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
LHX4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des LHX4-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der LHX4-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen LHX4-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native LHX4-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von LHX4-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des LHX4-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem LHX4-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.