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HMGI-C CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401573-ACT | 20 µg | $397.00 |
HMGA2 kodiert das architektonische Chromatinprotein HMGI-C, ein nicht-histonisches HMG-Protein, das an AT-reiche DNA bindet und dadurch die Organisation von Nukleosomen sowie Transkriptionsprogramme moduliert, die Proliferation, Differenzierung und stammzellähnliche Zustände steuern. Es ist an Netzwerken des Chromatin-Remodelings beteiligt und kooperiert mit Signalwegen wie der TGF-β/SMAD-Signalübertragung und der posttranskriptionellen Regulation durch LIN28/let-7, um die epitheliale–mesenchymale Transition, die Progression des Zellzyklus und das Entwicklungstiming zu beeinflussen. Eine dysregulierte HMGA2-Expression ist in zahlreichen Tumorkontexten mit veränderten Transkriptionslandschaften assoziiert und stellt ein wiederkehrendes Merkmal mesenchymaler Neoplasien dar, was seine breite Relevanz für onkogene Transformation und Gewebeumbau unterstreicht. Als nukleärer Regulator mit weitreichendem genomischem Einfluss wird HMGA2 häufig hinsichtlich seiner Rollen in der Genomorganisation, der Festlegung von Zelllinien (Lineage Commitment) und der Kooperativität mit Transkriptionsfaktoren untersucht.
HMGI-C Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen HMGA2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
HMGI-C Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des HMGA2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der HMGA2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen HMGI-C-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native HMGA2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von HMGI-C-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des HMGI-C-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem HMGA2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.