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GCDH CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-405887 | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **GCDH** codiert die Glutaryl‑CoA‑Dehydrogenase, ein mitochondriales Flavoprotein, das bei der Verwertung von Lysin, Hydroxylysin und Tryptophan die oxidative Decarboxylierung von Glutaryl‑CoA zu Crotonyl‑CoA katalysiert. Diese Reaktion verknüpft den Aminosäureabbau über einen FAD‑abhängigen Elektronentransfer mit dem mitochondrialen Energiestoffwechsel und der Redoxhomöostase. Die GCDH‑Aktivität beeinflusst das Gleichgewicht von Acyl‑CoA‑Spezies und organischen Säuren und prägt dadurch mitochondriale Stressantworten sowie metabolische Umprogrammierungen bei Nährstofffluktuationen. Funktionsverlust‑Varianten sind mit der Glutarazidurie Typ I assoziiert, und GCDH wird häufig im Zusammenhang mit neurometabolischer Vulnerabilität, mitochondrialer Dysfunktion und der Akkumulation organischer Säuren untersucht.
Das GCDH CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des GCDH-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des GCDH-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von GCDH nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die GCDH-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von GCDH-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der GCDH-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.