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GAD-65 Double Nickase Plasmid (h) | sc-402137-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
GAD-65 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-402137-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das humane Gen **GAD2** kodiert die Glutamatdecarboxylase 65 (GAD-65), ein pyridoxalphosphatabhängiges Enzym, das die Umwandlung von Glutamat zu γ-Aminobuttersäure (GABA) und CO₂ katalysiert. GAD-65 ist in präsynaptischen Endigungen angereichert, wo es die aktivitätsabhängige GABA-Synthese und den vesikulären Neurotransmitterkreislauf unterstützt und so den Aminosäurestoffwechsel mit inhibitorischer synaptischer Transmission und neuronaler Erregbarkeit verknüpft. Als zentraler Faktor des exzitatorisch–inhibitorischen Gleichgewichts ist eine veränderte Expression oder Funktion von GAD2/GAD-65 relevant für Mechanismen, die bei neuroentwicklungsbedingten und neuropsychiatrischen Erkrankungen, Epilepsie und stressassoziierten Schaltkreisen untersucht werden. GAD-65 ist zudem ein gut charakterisiertes Autoantigen in der Typ-1-Diabetes-Forschung und ermöglicht die Untersuchung von Immunerkennung sowie Antigenpräsentationswegen in nicht-neuronalen Kontexten.
GAD-65 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des GAD2-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von GAD2 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die GAD2-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit GAD2-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.