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Tenascin-R CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-423465 | 20 µg | $397.00 |
Tnr kodiert Tenascin‑R, ein extrazelluläres Matrix‑Glykoprotein, das im zentralen Nervensystem angereichert ist und während der neuronalen Entwicklung sowie der Reifung neuronaler Schaltkreise Zell‑Zell‑ und Zell‑Matrix‑Interaktionen moduliert. Tenascin‑R trägt zum Neuritenauswachsen, zur Axonführung, zur synaptischen Stabilisierung und zur Myelinisierung bei, unter anderem durch Interaktionen mit Adhäsionsmolekülen und Proteoglykanen, die das perineuronale Netz formen. Durch die Beeinflussung extrazellulärer Signalgebung und struktureller Plastizität wirkt es auf Prozesse wie neuronale Konnektivität und aktivitätsabhängiges Remodeling. Eine veränderte Funktion oder Expression von Tenascin‑R wurde mit neuroentwicklungsbezogenen und neuropsychiatrischen Phänotypen in Verbindung gebracht, was es für die Untersuchung von Mechanismen der synaptischen Organisation und der Netzwerk‑Erregbarkeit in Mausmodellen relevant macht.
Das Tenascin-R CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Tnr-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Tnr-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Tnr nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die Tenascin-R-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Tnr-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der Tenascin-R-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.