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NOD1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-430738 | 20 µg | $397.00 |
Das Mausgen *Nod1* kodiert NOD1, einen zytosolischen NOD‑like‑Rezeptor, der spezifische diaminopimelinsäurehaltige Peptidoglykanmotive aus gramnegativen Bakterien erkennt und die angeborene Immunsignalgebung initiiert. Nach Ligandenerkennung rekrutiert NOD1 RIPK2, um die NF‑κB‑ und MAPK‑Signalwege zu aktivieren, wodurch die Expression entzündungsrelevanter Gene, antimikrobielle Antworten sowie die Interaktion mit Autophagie- und Programmen der epithelialen Barriere gefördert werden. Die NOD1‑Aktivität prägt die Wirt–Mikrobiom‑Interaktionen und beeinflusst die Zytokinproduktion, was sie für experimentelle Modelle der mukosalen Entzündung, der Infektionsbiologie und immunvermittelter Gewebeschädigung relevant macht. Eine fehlregulierte NOD1‑Signalgebung wurde mit entzündlicher Pathophysiologie und metabolischer Entzündung in Verbindung gebracht, was ihren Einsatz als genetischen Knotenpunkt zur Untersuchung der Schaltkreise der angeborenen Immunität unterstützt.
Das NOD1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Nod1-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Nod1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Nod1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die NOD1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Nod1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der NOD1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.