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MCAD CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-418938 | 20 µg | $397.00 |
Acadm kodiert die Medium-Chain-Acyl-CoA-Dehydrogenase (MCAD), ein mitochondriales Flavoprotein, das den ersten Dehydrierungsschritt in der β‑Oxidation mittelkettiger Fettsäuren katalysiert und so den Lipidabbau mit der zellulären ATP‑Produktion und dem Redoxgleichgewicht verknüpft. Die MCAD‑Aktivität unterstützt die metabolische Flexibilität bei Fasten und hohem Energiebedarf, indem sie über Acetyl‑CoA sowie den Elektronentransfer via ETF/ETFDH den Citratzyklus (TCA‑Zyklus) und die oxidative Phosphorylierung speist. Eine Störung von Acadm beeinträchtigt die mitochondriale Fettsäureoxidation, verändert Acylcarnitin‑Profile und kann sekundäre Effekte auf oxidativen Stress, Stressantworten und Lipid‑Signalnetzwerke fördern. Ein MCAD‑Mangel ist ein gut etabliertes angeborenes Stoffwechseldefizit, das mit einer eingeschränkten Fettsäurenutzung einhergeht, wodurch Acadm einen relevanten Knotenpunkt für die Untersuchung der mitochondrialen metabolischen Homöostase in Mausmodellen darstellt.
Das MCAD CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Acadm-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Acadm-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Acadm nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die MCAD-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Acadm-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der MCAD-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.