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GFRα-1 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-420539 | 20 µg | $397.00 |
Gfra1 kodiert GFRα-1, einen über Glycosylphosphatidylinositol (GPI) verankerten Korezeptor, der den glial cell line–derived neurotrophic factor (GDNF) bindet und ihn der RET-Tyrosinkinase präsentiert, um nachgeschaltete Signalübertragung zu initiieren. Dieser Ligand–Rezeptor-Komplex reguliert das Überleben von Neuronen, das Neuritenauswachsen und die Differenzierung über Signalwege, zu denen PI3K–AKT, MAPK/ERK und PLCγ-abhängige Signalgebung gehören, und übernimmt darüber hinaus weitere Funktionen in aus der Neuralleiste hervorgegangenen Geweben. Bei der Maus ist die Aktivität von GFRα-1 außerdem an der Nierenmorphogenese und an der Aufrechterhaltung spermatogonialer Stammzellen beteiligt, was seine breitere Rolle in Entwicklungs- und Gewebehomöostaseprogrammen widerspiegelt. Eine Fehlregulation der GDNF–GFRα-1–RET-Signalgebung wird häufig als mechanistischer Rahmen genutzt, um in experimentellen Modellen neuroentwicklungsbedingte Defekte, Neurodegeneration und RET-getriebene Zellphänotypen zu untersuchen.
Das GFRα-1 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Gfra1-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Gfra1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Gfra1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die GFRα-1-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Gfra1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der GFRα-1-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.