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CPSF4 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-403190 | 20 µg | $397.00 |
CPSF4 (cleavage and polyadenylation specificity factor subunit 4) kodiert eine zentrale Komponente der mRNA-3′-Endverarbeitungsmaschinerie, die Polyadenylierungssignale erkennt und die Spaltung sowie die Anfügung des Poly(A)-Schwanzes koordiniert. Über seine Funktion im Cleavage-and-Polyadenylation-Komplex trägt CPSF4 zur Regulation der Transkriptreifung, der alternativen Polyadenylierung und der Genexpressionsausgabe bei und beeinflusst damit mRNA-Stabilität und Translation. Störungen von 3′-Endverarbeitungsfaktoren können die Nutzung von Poly(A)-Stellen verschieben und Transkriptionsnetzwerke breit umprogrammieren, wodurch CPSF4-assoziierte Biologie mit Zellzykluskontrolle, Stressantworten und Differenzierungsprogrammen verknüpft ist. Fehlregulierte RNA-Prozessierung und alternative Polyadenylierung werden häufig bei Krebs sowie in anderen proliferativen oder neuroentwicklungsbezogenen Kontexten beobachtet, was CPSF4 zu einem relevanten Ansatzpunkt für mechanistische Studien macht.
Das CPSF4 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des CPSF4-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des CPSF4-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von CPSF4 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die CPSF4-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von CPSF4-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der CPSF4-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.