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BBS4 Double Nickase Plasmid (h) | sc-403421-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
BBS4 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-403421-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
BBS4 kodiert eine zentrale Komponente des BBSoms, eines Multiproteinkomplexes, der den Transport von Membranproteinen in Zilien vermittelt und den Aufbau sowie die Aufrechterhaltung des primären Ziliums unterstützt. Durch die Koordination mit der intraflagellären Transportmaschinerie trägt BBS4 zu zilienabhängigen Signalwegen wie Hedgehog und weiteren rezeptorvermittelten Kaskaden bei, die zelluläre Polarität, sensorische Signaltransduktion und die Musterbildung während der Entwicklung prägen. Eine Störung der BBS4-Funktion beeinträchtigt die Ziliogenese und verändert die Signalübertragung in den Zilien, wodurch das Gen mit dem Bardet–Biedl-Syndrom und weiteren ciliopathieassoziierten Phänotypen in Verbindung steht. Entsprechend wird BBS4 häufig im Kontext der Zentrosom-/Basalkörperbiologie, des vesikulären Transports sowie zilienregulierter metabolischer und neuroentwicklungsbezogener Prozesse untersucht.
BBS4 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des BBS4-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von BBS4 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die BBS4-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit BBS4-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.