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AGS3 Double Nickase Plasmid (m) | sc-426766-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das Mausgen *Gpsm1* kodiert den Aktivator der G‑Protein‑Signalübertragung 3 (AGS3), einen multidomänigen Regulator, der über seine GoLoco‑Motive an GDP‑beladene Gαi/o‑Untereinheiten bindet und den Zyklus heterotrimerer G‑Proteine unabhängig von der kanonischen GPCR‑Aktivierung moduliert. AGS3 beeinflusst die Second‑Messenger‑Signalgebung und den Rezeptortransport und prägt damit nachgeschaltete Signalwege, die Zellpolarität, Vesikeldynamik und die Organisation des Zytoskeletts steuern. Im Nervensystem ist AGS3 mit synaptischer Plastizität und adaptiven Reaktionen auf neuromodulatorische Signale verknüpft, während es in anderen Geweben zu einer kontextabhängigen Kontrolle proliferativer und migratorischer Verhaltensweisen beiträgt. Fehlregulierte G‑Protein‑Signalnetzwerke unter Beteiligung von AGS3 werden im Zusammenhang mit neuroverhaltensbezogenen Phänotypen und mit signalbiologischer Umprogrammierung in der Tumorbiologie untersucht, wodurch *Gpsm1* ein nützliches Ziel für mechanistische Analysen von Signalwegen darstellt.
AGS3 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Gpsm1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Gpsm1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Gpsm1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Gpsm1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.