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PAI-1/SERPINE1 CRISPR Activation Plasmid (m2) | sc-422287-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Das murine Serpine1-Gen kodiert den Plasminogenaktivator-Inhibitor 1 (PAI-1), ein sezerniertes Serpin, das gewebetypische und Urokinase-typische Plasminogenaktivatoren (tPA/uPA) hemmt, um die Plasminbildung zu begrenzen und dadurch die Fibrinolyse, perizelluläre Proteolyse sowie den Umbau der extrazellulären Matrix zu regulieren. PAI-1 integriert Signale aus TGF-β-, inflammatorischen Zytokin- und oxidativem-Stress-Signalwegen, beeinflusst so Zelladhäsion, Migration und Gewebereparatur und wirkt sich nachgeschaltet auf Wundheilung und fibrotisches Remodeling aus. Eine fehlregulierte Serpine1/PAI-1-Expression ist mit thrombotischen und hämorrhagischen Phänotypen, adipositasassoziierter metabolischer Entzündung und Organfibrose verknüpft und stellt damit ein relevantes Ziel für mechanistische Studien zu Hämostase, Gefäßbiologie und chronisch-entzündlicher Pathologie dar. Geneditierung oder gezielte Perturbation von Serpine1 in Mausmodellen ermöglicht die funktionelle Untersuchung des Protease–Antiprotease-Gleichgewichts, des Matrixumsatzes und der Signalnetzwerke, die Entzündung mit Remodeling koppeln – sowohl in vivo als auch in zellbasierten Assays.
PAI-1/SERPINE1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m2) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen Serpine1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
PAI-1/SERPINE1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (m2) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des Serpine1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der Serpine1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen PAI-1/SERPINE1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native Serpine1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von PAI-1/SERPINE1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des PAI-1/SERPINE1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem Serpine1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.