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MIF CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400574-ACT | 20 µg | $397.00 |
Der Makrophagen-Migrationsinhibitionsfaktor (MIF) ist ein pleiotropes humanes Zytokin mit Tautomerase-Aktivität, das angeborene und adaptive Immunantworten, das Überleben von Zellen sowie Stress-Signalwege reguliert. Er wirkt über Rezeptoren, darunter CD74, zusammen mit Korezeptoren wie CXCR2/CXCR4 und aktiviert nachgeschaltete MAPK/ERK-, PI3K/AKT- und NF-κB-Signalwege, um die Expression entzündungsrelevanter Gene und die Rekrutierung von Leukozyten zu steuern. MIF greift zudem in die Glukokortikoid-Signalgebung und die Redox-Homöostase ein und beeinflusst dadurch die Polarisierung von Makrophagen, angiogene Programme und die Dynamik der Tumor‑Immun‑Mikroumgebung. Eine dysregulierte MIF-Expression wird mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen, Fibrose und krebsassoziierten Prozessen in Verbindung gebracht, was MIF zu einem nützlichen Knotenpunkt für mechanistische Studien der Immunregulation und krankheitsrelevanter Signalnetzwerke macht.
MIF Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen MIF-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
MIF Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des MIF-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der MIF-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen MIF-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native MIF-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von MIF-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des MIF-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem MIF-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.