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GCH-I CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402386-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **GCH1** kodiert die **GTP-Cyclohydrolase I (GCH-I)**, das geschwindigkeitsbestimmende Enzym der de-novo-Biosynthese von **Tetrahydrobiopterin (BH4)** aus GTP. BH4 ist ein essenzieller, redoxaktiver Kofaktor für aromatische Aminosäurehydroxylasen und alle Isoformen der **Stickstoffmonoxid-Synthase (NOS)** und verknüpft die GCH‑I-Aktivität damit sowohl mit dem Katecholamin- und Serotoninstoffwechsel als auch mit der NO-Produktion und der endothelialen Signalübertragung. Über die Regulation der BH4-Verfügbarkeit beeinflusst GCH1 das Gleichgewicht des oxidativen Stresses, die Neurotransmitter-Homöostase und die Kontrolle des Gefäßtonus. Veränderungen der GCH1/BH4-Achse wurden mit Erkrankungen in Verbindung gebracht, an denen der Monoaminstoffwechsel und NO-abhängige Signalwege beteiligt sind, darunter hyperphenylalaninämieassoziierte Zustände, Schmerzphänotypen sowie kardiovaskuläre oder neuropsychiatrische Forschungskontexte.
GCH-I Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen GCH1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
GCH-I Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des GCH1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der GCH1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen GCH-I-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native GCH1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von GCH-I-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des GCH-I-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem GCH1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.