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Calregulin Double Nickase Plasmid (m) | sc-419428-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das murine Gen *Calr* kodiert Calreticulin, ein Ca2+-bindendes Chaperon, das überwiegend im endoplasmatischen Retikulum lokalisiert ist und dort über den Calnexin/Calreticulin-Zyklus die Faltung von Glykoproteinen sowie deren Qualitätskontrolle unterstützt. Durch die Regulation der Ca2+-Homöostase im ER und die Interaktion mit neu synthetisierten Proteinen beeinflusst Calreticulin die ER-Stress-Signalgebung, die unfolded protein response (UPR) und nachgeschaltete Proteostase-Pathways. *Calr* ist außerdem an Zelladhäsion und immunrelevanter extrazellulärer Signalgebung beteiligt, wenn es an der Zelloberfläche exponiert ist, und verknüpft damit Entzündungsprozesse mit entsprechenden Signalwegen. Eine dysregulierte Calreticulin-Funktion wurde in experimentellen Systemen mit veränderter Ca2+-Signalgebung, Stress durch Proteinfehlfaltung sowie mit Phänotypen in Zusammenhang gebracht, die für Onkogenese und hämatopoetische Fehlfunktionen relevant sind.
Calregulin Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Calr-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Calr abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Calr-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Calr-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.