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TIS11B Double Nickase Plasmid (h) | sc-416672-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
TIS11B Double Nickase Plasmid (h2) | sc-416672-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Humanes ZFP36L1 (TIS11B) kodiert ein AU-reiche-Elemente-bindendes RNA-Bindeprotein, das die Deadenylierung und den Abbau von mRNA fördert und dadurch die Stabilität von Transkripten und deren Translation mitprägt. Über Interaktionen mit dem CCR4–NOT-Deadenylasekomplex reguliert TIS11B posttranskriptionelle Programme, die mit Immun-Signalgebung, hämatopoetischer Differenzierung und Zellzykluskontrolle verknüpft sind. Die Aktivität von ZFP36L1 ist in zytokinresponsive Signalwege und Netzwerke unmittelbarer Frühgene (immediate-early genes) eingebunden, um entzündliche und proliferative Outputs zu begrenzen. Eine fehlregulierte, ZFP36L1-vermittelte mRNA-Umsatzkontrolle wurde mit aberranter lymphoider Entwicklung und onkogenen Transkriptionszuständen in Verbindung gebracht, was ZFP36L1 zu einem nützlichen Knotenpunkt macht, um RNA-Abbau in krankheitsrelevanten Kontexten zu untersuchen.
TIS11B Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des ZFP36L1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von ZFP36L1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die ZFP36L1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit ZFP36L1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.