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PMS2 Double Nickase Plasmid (m) | sc-422324-NIC | 20 µg | $410.00 |
Das Mausgen *Pms2* kodiert PMS2, eine zentrale Komponente des MutLα‑Komplexes mit MLH1, der die DNA‑Mismatch‑Reparatur nach Replikationsfehlern koordiniert. PMS2 stellt eine Endonuklease‑Aktivität bereit, die dazu beiträgt, Exzisions‑ und Neusyntheseschritte einzuleiten, und verknüpft die Mismatcherkennung über Interaktionen mit PCNA, EXO1 und DNA‑Polymerasen mit nachgeschalteten Reparaturprozessen. Durch diese Mechanismen trägt PMS2 zur Genomstabilität, zur Unterdrückung von Mikrosatelliteninstabilität und zur Aufrechterhaltung der Treue des Zellzyklus bei. Eine gestörte PMS2‑Funktion ist mit erhöhten Mutationsraten assoziiert und wurde mit Krebsprädispositionssyndromen sowie allgemeineren, DNA‑reparaturbezogenen Krankheitsmechanismen in Verbindung gebracht, was PMS2 zu einem wichtigen Ziel für die Untersuchung von Mutagenese und Checkpoint‑Antworten in Mausmodellen macht.
PMS2 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Pms2-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Pms2 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Pms2-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Pms2-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.