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QPCT CRISPR/Cas9 KO Plasmid (h) | sc-405768 | 20 µg | $397.00 |
QPCT (Glutaminyl-Peptid-Cyclotransferase) ist ein sezerniertes und mit dem Golgi-Apparat assoziiertes Enzym, das die Bildung von N‑terminalem Pyroglutamat an Proteinen und Peptiden katalysiert – eine posttranslationale Modifikation, die die proteolytische Stabilität, Rezeptorinteraktionen und die Bioaktivität von Peptiden beeinflussen kann. Durch die Umwandlung N‑terminaler Glutamin- oder Glutamatreste in Pyroglutamat trägt QPCT zur Proteinreifung innerhalb des sekretorischen Weges bei und moduliert extrazelluläre Signalkontexte. Diese Aktivität überschneidet sich mit Signalwegen, die die Verarbeitung von Peptidhormonen und Neuropeptiden, die extrazelluläre Proteostase und die regulierte Sekretion steuern. Veränderte Pyroglutamylierung wurde in der Literatur mit Proteinaggregation und neurodegenerationsassoziierten Peptidmodifikationen in Verbindung gebracht, was QPCT als mechanistischen Knotenpunkt für die Untersuchung krankheitsrelevanter Proteoform-Biologie stützt.
Das QPCT CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (h) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des QPCT-Gens in human-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des QPCT-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von QPCT nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die QPCT-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von QPCT-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der QPCT-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.