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OATP-C CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402898-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
OATP-C CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-402898-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
SLCO1B1 kodiert das humane organische Anionentransport-Polypeptid OATP-C (OATP1B1), einen multispezifischen Aufnahmetransporter, der in Hepatozyten besonders stark exprimiert wird und den natriumunabhängigen Import von Gallensäuren, Bilirubinkonjugaten, Steroidhormonmetaboliten, Schilddrüsenhormonen sowie diversen Xenobiotika vermittelt. Durch die Kontrolle der sinusoidalen Aufnahme in Leberzellen beeinflusst OATP-C die hepatische Clearance, den enterohepatischen Kreislauf und die systemische Exposition gegenüber endogenen Metaboliten und niedermolekularen Substraten. Die SLCO1B1-Aktivität ist mit Entgiftungs- und Stoffwechselwegen verknüpft, die mit Phase-I/II-Enzymen und ABC-Effluxtransportern koordiniert sind, und prägt so das Zusammenspiel von Transportern und Enzymen in pharmakokinetischen Netzwerken. Genetische Varianten oder eine dysregulierte Expression werden mit veränderter Arzneistoffdisposition und einer erhöhten Anfälligkeit für transporter-vermittelte Nebenwirkungen in Verbindung gebracht und im Kontext von Leberfunktion, Hyperbilirubinämie und Mechanismen von Arzneimittelwechselwirkungen untersucht.
OATP-C Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SLCO1B1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
OATP-C Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SLCO1B1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SLCO1B1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen OATP-C-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SLCO1B1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von OATP-C-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des OATP-C-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SLCO1B1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.