Date published: 2026-7-11

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MUT Double Nickase Plasmid (h): sc-406555-NIC

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Datenblätter
  • Zielspezies: human
  • 20 µg transfektionsfertige, aufgereinigte Plasmid DNA; geeignet für 20 Transfektionen
  • Das MUT Double Nickase Plasmid (h) wird als Plasmid-Paar geliefert. Die einzelnen Plasmide kodieren für eine D10A mutierte Cas9 Nuklease sowie für je eine unterschiedliche, zielspezifische 20nt guide RNA (gRNA) Sequenz. Dies erlaubt eine hohe Knockout-Effizienz bei gleichzeitig größerer Spezifität als das entsprechende CRISPR/Cas9 KO Plasmid
  • gRNA Sequenzpaare liegen ca. 20 bp auseinander um ein spezifisches Cas9-vermitteltes "Double Nicking" der genomischen DNA zu erlauben und so im Resultat den Effekt eines Doppelstrangbruchs nachzuahmen.
  • Ein Plasmid kodiert für ein Puromycin-Resistenzgen zur Selektion von stabilen Knockout-Zellen. Das andere Plasmid kodiert für ein GFP-Gen für den visuellen Nachweis der Transfektion
  • MUT Double-Nickase-Plasmid (h) und MUT Double-Nickase-Plasmid (h2) kodieren unterschiedliche gepaarte gRNA-Designs, die auf MUT abzielen. Möglicherweise ist eines oder sind beide Designs verfügbar
  • Nach der Transfektion kann die Effizienz des Gen-Knockouts per Western Blot oder histologisch mit folgendem Antikörper überprüft werden: MUT: sc-390978
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    MUT Double Nickase Plasmid (h)

    sc-406555-NIC
    20 µg
    $410.00

    MUT Double Nickase Plasmid (h2)

    sc-406555-NIC-2
    20 µg
    $410.00

    Das humane MUT-Gen kodiert die Methylmalonyl‑CoA‑Mutase, ein mitochondriales, adenosylcobalaminabhängiges Enzym, das die Isomerisierung von L‑Methylmalonyl‑CoA zu Succinyl‑CoA katalysiert und damit den Propionatabbau mit dem Tricarbonsäurezyklus verknüpft. Diese Aktivität integriert den Stoffwechsel verzweigtkettiger Aminosäuren und ungeradzahliger Fettsäuren mit der mitochondrialen Energiegewinnung und anaplerotischen Flusswegen. Eine Störung der MUT‑Funktion beeinträchtigt die mitochondriale metabolische Homöostase und ist stark mit der Methylmalonazidämie assoziiert, einem prototypischen angeborenen Stoffwechselfehler, der durch die Anreicherung von Methylmalonat und nachgeschaltete zelluläre Stressantworten gekennzeichnet ist. Daher wird MUT häufig in Signal- und Stoffwechselwegen untersucht, die die Nutzung des Vitamin‑B12‑Kofaktors, den mitochondrialen Stoffwechsel und die Modellierung metabolischer Erkrankungen in humanen Zellsystemen betreffen.

    MUT Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des MUT-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von MUT abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die MUT-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.

    Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit MUT-Störung.

    Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.