



Bestellinformation
| Produkt | Katalog # | EINHEIT | Preis | ANZAHL | Favoriten | |
MUT Double Nickase Plasmid (h) | sc-406555-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
MUT Double Nickase Plasmid (h2) | sc-406555-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das humane MUT-Gen kodiert die Methylmalonyl‑CoA‑Mutase, ein mitochondriales, adenosylcobalaminabhängiges Enzym, das die Isomerisierung von L‑Methylmalonyl‑CoA zu Succinyl‑CoA katalysiert und damit den Propionatabbau mit dem Tricarbonsäurezyklus verknüpft. Diese Aktivität integriert den Stoffwechsel verzweigtkettiger Aminosäuren und ungeradzahliger Fettsäuren mit der mitochondrialen Energiegewinnung und anaplerotischen Flusswegen. Eine Störung der MUT‑Funktion beeinträchtigt die mitochondriale metabolische Homöostase und ist stark mit der Methylmalonazidämie assoziiert, einem prototypischen angeborenen Stoffwechselfehler, der durch die Anreicherung von Methylmalonat und nachgeschaltete zelluläre Stressantworten gekennzeichnet ist. Daher wird MUT häufig in Signal- und Stoffwechselwegen untersucht, die die Nutzung des Vitamin‑B12‑Kofaktors, den mitochondrialen Stoffwechsel und die Modellierung metabolischer Erkrankungen in humanen Zellsystemen betreffen.
MUT Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des MUT-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von MUT abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die MUT-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit MUT-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.