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KIR6.2 Double Nickase Plasmid (h) | sc-401139-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
KIR6.2 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-401139-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
KCNJ11 kodiert die inward-rectifying Kaliumkanal-Untereinheit KIR6.2, eine zentrale Komponente ATP-sensitiver K+- (KATP-)Kanäle, die den zellulären Stoffwechselzustand mit der Membranerregbarkeit koppeln. In pankreatischen Beta-Zellen trägt KIR6.2 zur Einstellung des Ruhemembranpotenzials bei und reguliert die glukoseinduzierte Insulinsekretion, indem es die ATP/ADP-abhängige Kanalsteuerung mit Veränderungen des zytosolischen Ca2+-Einstroms integriert. In erregbaren Geweben wie Herz und Skelettmuskel modulieren KATP-Kanäle die Dauer des Aktionspotenzials und schützen vor metabolischem Stress durch elektrophysiologische Anpassung. Genetische Varianten oder eine veränderte Regulation von KCNJ11 wurden mit Störungen der Insulinsekretion und der Glukosehomöostase in Verbindung gebracht, weshalb das Gen ein häufig genutztes Ziel in der Forschung zu metabolischer Signalübertragung und Ionenkanalphysiologie ist.
KIR6.2 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des KCNJ11-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von KCNJ11 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die KCNJ11-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit KCNJ11-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.