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GluR-4 Double Nickase Plasmid (h) | sc-403414-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
GluR-4 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-403414-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
GRIA4 kodiert die GluR-4-(GluA4)-Untereinheit AMPA-typischer ionotroper Glutamatrezeptoren, die eine schnelle exzitatorische Neurotransmission im zentralen Nervensystem vermitteln. GluR-4-haltige Rezeptoren regulieren die synaptische Plastizität, die aktivitätsabhängige Reifung neuronaler Schaltkreise und die neuronale Erregbarkeit über liganden-gesteuerte Na⁺/K⁺-Leitfähigkeit und nachgeschaltete Ca²⁺-gekoppelte Signalkaskaden. Die Funktion von GRIA4 überschneidet sich mit der Organisation glutamaterger Synapsen, dem Rezeptortransport (Trafficking) sowie der phosphorylierungsabhängigen Modulation der Kanal-Gating-Eigenschaften. Eine Fehlregulation der AMPA-Rezeptorzusammensetzung oder -Signalübertragung wurde mit neurodevelopmentalen und neuropsychiatrischen Phänotypen in Verbindung gebracht, was GRIA4 als relevantes Ziel für mechanistische Studien zur Biologie exzitatorischer Synapsen unterstützt.
GluR-4 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des GRIA4-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von GRIA4 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die GRIA4-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit GRIA4-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.