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galectin-4 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m2) | sc-421417-KO-2 | 20 µg | $397.00 |
Lgals4 kodiert das β-Galactosid-bindende Lektin Galectin-4, ein Tandem-Repeat-Galectin, das im intestinalen Epithel angereichert ist und mit glykosylierten Membranproteinen und Glykolipiden assoziiert, um apikale Mikrodomänen zu organisieren und Zell-Zell- sowie Zell-Matrix-Interaktionen zu regulieren. Galectin-4 trägt zur epithelialen Differenzierung, zur Aufrechterhaltung der Barriere und zum Transport von Glykoproteinen bei und kann über kohlenhydratabhängige Bindung an der Zelloberfläche Signalwege und die Immunkommunikation modulieren. In Mausgeweben wurde eine veränderte Lgals4-Expression mit Veränderungen der mukosalen Entzündung und der epithelialen Homöostase in Verbindung gebracht, was das Gen für Studien zur Darmphysiologie und zu entzündungsassoziiertem Remodeling relevant macht. Seine Lektinaktivität unterstützt zudem die Untersuchung glykosylierungsabhängiger Signalwege, die Adhäsion, Migration und epitheliale Stressantworten beeinflussen.
Das galectin-4 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m2) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Lgals4-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Lgals4-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Lgals4 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die galectin-4-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Lgals4-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der galectin-4-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.