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FXR/NR1H4 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-417410-ACT | 20 µg | $397.00 |
NR1H4 kodiert den Farnesoid-X-Rezeptor (FXR), einen ligandenaktivierten nukleären Rezeptor, der als transkriptioneller Sensor für Gallensäuren fungiert und metabolische Genprogramme koordiniert. In Hepatozyten und Enterozyten reguliert FXR die Gallensäuresynthese und den -transport (einschließlich der Rückkopplungskontrolle von CYP7A1), die Lipid- und Glukosehomöostase sowie inflammatorische Signalwege durch Crosstalk mit Signalachsen wie SHP, FGF19/FGF15 und NF-κB. Die FXR-Aktivität prägt den enterohepatischen Kreislauf und beeinflusst die Funktion der intestinalen Barriere sowie die Kommunikation entlang der Darm–Leber-Achse. Eine fehlregulierte NR1H4/FXR-Signalgebung wird mit cholestatischer Leberschädigung, nichtalkoholischer Fettlebererkrankung und hepato-biliärer Karzinogenese in Verbindung gebracht und stellt damit einen zentralen Knotenpunkt für mechanistische Untersuchungen der metabolischen und entzündlichen Leberbiologie dar.
FXR/NR1H4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen NR1H4-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
FXR/NR1H4 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des NR1H4-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der NR1H4-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen FXR/NR1H4-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native NR1H4-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von FXR/NR1H4-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des FXR/NR1H4-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem NR1H4-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.