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Estrogen Receptor beta CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-400213-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
Estrogen Receptor beta CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-400213-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
ESR2 kodiert den Östrogenrezeptor Beta (ERβ), einen ligandenaktivierten nukleären Rezeptor, der Transkriptionsprogramme reguliert, welche Zellproliferation, Differenzierung, Stoffwechsel und inflammatorische Signalwege steuern. Nach Bindung von Östrogenen oder selektiven Modulatoren bindet ERβ an Östrogen-Response-Elemente und rekrutiert Koregulator-Komplexe, um das Zusammenspiel mit den MAPK/ERK-, PI3K/AKT- und NF-κB-Signalwegen zu koordinieren. Die ERβ-Aktivität trägt zur gewebespezifischen Homöostase im Reproduktions-, kardiovaskulären, Immun- und Nervensystem bei; veränderte Expression oder Signalübertragung wurde dabei mit der Biologie hormonabhängiger Tumoren und endokrin bedingten Phänotypen in Verbindung gebracht. In menschlichen Zellen wird der ESR2-Status häufig als Bestimmungsfaktor des Gleichgewichts der Östrogensignalgebung im Verhältnis zu ESR1 bewertet und dient als Grundlage für Untersuchungen zu Transkriptionsnetzwerken und Chromatinregulation.
Estrogen Receptor beta Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen ESR2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Estrogen Receptor beta Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des ESR2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der ESR2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Estrogen Receptor beta-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native ESR2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Estrogen Receptor beta-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Estrogen Receptor beta-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem ESR2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.