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Derlin-1 Double Nickase Plasmid (m) | sc-426756-NIC | 20 µg | $410.00 |
Derl1 kodiert Derlin-1, eine Membrankomponente des endoplasmatischen Retikulums (ER) innerhalb der ER-assoziierten Abbaumaschinerie (ERAD), die dabei hilft, fehlgefaltete luminale und membranständige Proteine zu erkennen und zur Ubiquitin‑Proteasom‑abhängigen Degradation aus dem ER zurückzutranslozieren. Derlin-1 wirkt in Proteostase-Netzwerken, die mit der Unfolded-Protein-Response (UPR) verknüpft sind, und koordiniert dabei mit Ubiquitinierungsfaktoren sowie ATPase‑getriebenen Extraktionskomplexen, um die ER-Homöostase aufrechtzuerhalten. Eine Störung der DERL1-abhängigen Qualitätskontrolle kann ER-Stress-Signalwege verstärken und die Funktion des sekretorischen Weges verändern, wodurch dieser Prozess mit zellulären Überlebensentscheidungen unter proteotoxischem Stress in Verbindung steht. In Mausmodellen wird Derl1 häufig in Zusammenhängen untersucht, in denen die Umgestaltung von ERAD und UPR die Immunfunktion, die metabolische Homöostase und proteostasebezogene Phänotypen mit Relevanz für die Neurobiologie beeinflusst.
Derlin-1 Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Derl1-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Derl1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Derl1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Derl1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.