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Ataxin-3 Double Nickase Plasmid (h) | sc-417498-NIC | 20 µg | $410.00 |
ATXN3 kodiert Ataxin-3, ein deubiquitinierendes Enzym, das Ubiquitin-Ketten über seine katalytische Josephin-Domäne und mehrere Ubiquitin-interagierende Motive modifiziert und dadurch den Durchsatz des Ubiquitin-Proteasom-Systems sowie die Proteinqualitätskontrolle beeinflusst. Ataxin-3 ist an Proteostase-Netzwerken beteiligt, die mit ER-assoziiertem Abbau (ERAD), Stressantworten und dem Turnover fehlgefalteter oder aggregationsanfälliger Substrate verknüpft sind, mit nachgelagerten Effekten auf die transkriptionelle Regulation und die Organisation des Zytoskeletts. Eine Polyglutamin-Expansion in ATXN3 führt zu einem toxischen Gain-of-function und zur Proteinaggregation, die mit der spinozerebellären Ataxie Typ 3 (Machado–Joseph-Krankheit) assoziiert ist, wodurch ATXN3 ein häufig genutzter Lokus für die Untersuchung neurodegenerationsrelevanter Signalwege ist. In Zellmodellen ermöglicht die gezielte Störung von ATXN3 die mechanistische Analyse von Ubiquitin-Signalgebung, dem Umgang mit Aggregaten und Phänotypen neuronaler Vulnerabilität.
Ataxin-3 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des ATXN3-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von ATXN3 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die ATXN3-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit ATXN3-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.