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apoD CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-419166 | 20 µg | $397.00 |
Das murine Gen **Apod** kodiert Apolipoprotein D (apoD), ein Lipocalin, das hydrophobe Liganden wie Cholesterin, Arachidonsäure und Produkte der Lipidperoxidation bindet und so den Lipidtransport sowie die Redox-Homöostase unterstützt. Die apoD-Expression steht mit Reaktionen auf oxidativen Stress, Entzündungen und zelluläre Alterung in Zusammenhang und kann das Remodelling von Membranlipiden sowie lipoproteinassoziierte Signalwege im Nervensystem und in peripheren Geweben beeinflussen. Im Gehirn und in Gliazellen wurde apoD u. a. im Kontext von Myelinisierung, synaptischer Aufrechterhaltung und Verletzungsantworten untersucht, wodurch die Regulation von **Apod** mit für Neurodegeneration relevanten Prozessen verknüpft ist. Veränderte apoD-Spiegel wurden zudem mit metabolischen und inflammatorischen Phänotypen assoziiert, was **Apod** zu einem nützlichen Knotenpunkt macht, um Mechanismen der Lipidverarbeitung in krankheitsrelevanten Modellen zu untersuchen.
Das apoD CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Apod-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Apod-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Apod nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die apoD-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Apod-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der apoD-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.