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Von Hippel Lindau/VHL Double Nickase Plasmid (m) | sc-423671-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
Von Hippel Lindau/VHL Double Nickase Plasmid (m2) | sc-423671-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
Das Mausgen **Vhl** kodiert den Tumorsuppressor von Hippel–Lindau (VHL), die Substraterkennungskomponente eines Cullin-2‑E3‑Ubiquitin-Ligase-Komplexes, der unter Normoxie hydroxyliertes HIF‑α zur Ubiquitinierung und zum proteasomalen Abbau markiert. Über die Regulation der HIF‑abhängigen Transkription steuert VHL die zelluläre Sauerstoffwahrnehmung, angiogene und metabolische Genprogramme, erythropoetische Signalwege sowie die Anpassung an Redoxstress. Ein Verlust oder eine Abschwächung der VHL‑Funktion stabilisiert HIF‑1α/HIF‑2α, verändert dadurch den glykolytischen Fluss und Signalwege des extrazellulären Matrixumbaus und modifiziert die Expression hypoxie‑responsiver Gene. Diese Prozesse werden in Mausmodellen häufig genutzt, um Hypoxiesignalgebung, metabolische Reprogrammierung und mikroumgebungsabhängige Antworten zu untersuchen, die für Tumorentstehung und Gefäßbiologie relevant sind.
Von Hippel Lindau/VHL Das Double-Nickase-Plasmid (m) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des Vhl-Lokus in mouse-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von Vhl abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die Vhl-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit Vhl-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.