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Visual Arrestin CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-402997-ACT | 20 µg | $397.00 |
SAG kodiert das visuelle Arrestin (Arrestin-1), ein photorezeptorspezifisches Regulationsprotein, das die Rhodopsin-Signalübertragung beendet, indem es an lichtaktiviertes, phosphoryliertes Rhodopsin bindet und die nachgeschaltete, durch Transducin vermittelte Phototransduktion moduliert. Dieser Desensibilisierungsschritt ist entscheidend für die Erholungskinetik, die Signaltreue und den Schutz von Stäbchenzellen vor übermäßiger Aktivierung des GPCR-Signalwegs. Visuelles Arrestin trägt außerdem zum Rezeptor‑Trafficking und zur Signalausbalancierung im Außensegment bei und ist in Rhodopsin‑Phosphorylierungszyklen integriert, die von GRK1 gesteuert werden. Eine Fehlregulation oder pathogene Variation in SAG ist mit erblichen Netzhautfunktionsstörungen assoziiert, wodurch es zu einem wichtigen Ziel für mechanistische Studien zu Photorezeptorstress, Degenerationswegen und der visuellen Signaltransduktion wird.
Visual Arrestin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SAG-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Visual Arrestin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SAG-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SAG-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Visual Arrestin-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SAG-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Visual Arrestin-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Visual Arrestin-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SAG-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.