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TARSL1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-410152-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **TARS2** kodiert eine mitochondriale Threonyl‑tRNA‑Synthetase, die für die Beladung der mt‑tRNA(Thr) erforderlich ist und die Genauigkeit der mitochondrialen Translation aufrechterhält. Indem die TARSL1/TARS2‑Aktivität die Synthese von Untereinheiten der oxidativen Phosphorylierung (OXPHOS) unterstützt, ist sie eng mit der mitochondrialen Proteostase, der Funktion der Atmungskette und dem zellulären Energiestoffwechsel verknüpft. Störungen dieser Achse können integrierte Stresssignalwege sowie die mitochondriale‑nukleäre Kommunikation umgestalten und dadurch Proliferation und Überleben beeinflussen. Eine dysregulierte mitochondriale Translation und OXPHOS sind wiederkehrende Merkmale bei neurodevelopmentalen und neuromuskulären Phänotypen ebenso wie im Tumorstoffwechsel, wodurch **TARS2** einen nützlichen Knotenpunkt für mechanistische Studien zur mitochondrialen Dysfunktion darstellt.
TARSL1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen TARS2-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
TARSL1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des TARS2-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der TARS2-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen TARSL1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native TARS2-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von TARSL1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des TARSL1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem TARS2-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.