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SYND3/SDC3/Syndecan-3 CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-423236 | 20 µg | $397.00 |
Sdc3 kodiert Syndecan‑3 (SYND3/SDC3), ein transmembranäres Heparansulfat‑Proteoglykan, das Signale der extrazellulären Matrix und Wachstumsfaktorgradienten an der Zelloberfläche organisiert. Durch die Bindung heparansulfatabhängiger Liganden moduliert SDC3 die Signalübertragung von Rezeptor‑Tyrosinkinasen und Chemokinen und beeinflusst dadurch die Umgestaltung des Zytoskeletts, Zellmigration, Neuritenauswachsung und synaptische Plastizität. In der Maus ist Sdc3 vor allem in neuronalen und metabolischen Geweben ausgeprägt und trägt zu Signalwegen bei, die Axonleitung, Zell‑Matrix‑Adhäsion und entzündliche Signalgebung steuern. Eine fehlregulierte Syndecan‑3‑Funktion wurde mit neuroentwicklungsbezogenen und neuroinflammatorischen Prozessen sowie mit Phänotypen eines veränderten Energiehaushalts in Verbindung gebracht, was seinen Einsatz als mechanistischer Knotenpunkt in der ZNS‑ und Stoffwechselforschung unterstützt.
Das SYND3/SDC3/Syndecan-3 CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Sdc3-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Sdc3-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Sdc3 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die SYND3/SDC3/Syndecan-3-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Sdc3-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der SYND3/SDC3/Syndecan-3-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.