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Synapsin Ia/b CRISPR/Cas9 KO Plasmid (m) | sc-423233 | 20 µg | $397.00 |
Syn1 kodiert für Synapsin Ia/b, ein neuronspezifisches Phosphoprotein, das mit synaptischen Vesikeln und dem Aktin-Zytoskelett assoziiert ist und so die Vesikel-Clusterbildung, die Aufrechterhaltung des Reservepools sowie die aktivitätsabhängige Neurotransmitterfreisetzung reguliert. Synapsin Ia/b wird durch calcium- und cAMP-abhängige Phosphorylierungskaskaden moduliert und verknüpft dadurch neuronale Aktivität mit der Mobilisierung synaptischer Vesikel und präsynaptischer Plastizität. Über diese Prozesse trägt Syn1 zur Reifung neuronaler Schaltkreise, zur Stabilität von Synapsen und zur kurzfristigen synaptischen Plastizität bei, die die Informationsverarbeitung im zentralen Nervensystem prägen. Veränderte Synapsin-Signalwege werden mit neuroentwicklungsbedingten und neuropsychiatrischen Phänotypen in Verbindung gebracht und werden häufig im Zusammenhang mit Anfallsanfälligkeit und synaptischer Dysfunktion untersucht.
Das Synapsin Ia/b CRISPR/Cas9-KO-Plasmid (m) ist ein Pool von Plasmiden, die für die gezielte Disruption des Syn1-Gens in mouse-Zelllinien entwickelt wurden. Jedes Plasmid koexprimiert eine einzigartige Single-Guide-RNA (sgRNA), die auf eine bestimmte Stelle innerhalb des Syn1-Gens abzielt, zusammen mit der Streptococcus pyogenes Cas9-Nuklease. Die Plasmide kodieren zudem für GFP, was die fluoreszente Identifizierung und Anreicherung erfolgreich transfizierter Zellen mittels Fluoreszenzmikroskopie oder Durchflusszytometrie ermöglicht.
Das Multi-Guide-Design erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Insertionen oder Deletionen (Indels) entstehen, die den offenen Leserahmen von Syn1 nach der Cas9-vermittelten Bildung von Doppelstrangbrüchen unterbrechen. Durch das CRISPR/Cas9-System verursachte DNA-Brüche werden über endogene NHEJ-Wege (Non-Homologous End Joining) repariert, was häufig zu Frameshift-Mutationen führt, die die Synapsin Ia/b-Proteinexpression aufheben.
Dieses CRISPR-Knockout-System ermöglicht die effiziente Erzeugung von Syn1-defizienten Zellmodellen zur Untersuchung der Synapsin Ia/b-Signalübertragung, für funktionelle Genomstudien, in der Krebsbiologieforschung sowie zur Bewertung therapeutischer Reaktionen in menschlichen Zelllinien.
CRISPRs +/- HDRs
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.