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SMS1 CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-403382-ACT | 20 µg | $397.00 |
Das humane Gen **SGMS1** codiert die **Sphingomyelin-Synthase 1 (SMS1)**, ein im Golgi-Apparat lokalisiertes Enzym, das **Ceramid** und **Phosphatidylcholin** zu **Sphingomyelin** und **Diacylglycerol (DAG)** umsetzt und damit den Sphingolipidstoffwechsel mit der Lipidsignalgebung verknüpft. Indem SMS1 das Gleichgewicht zwischen Ceramid, Sphingomyelin und DAG reguliert, beeinflusst es die Membranzusammensetzung, die Organisation von Lipid Rafts, den vesikulären Transport sowie nachgeschaltete Signalwege, die Zellstressantworten und Proliferation steuern. Störungen der Sphingomyelin-Homöostase sind in Modellsystemen mit veränderter inflammatorischer Signalgebung, metabolischer Dysfunktion und onkogenen Phänotypen assoziiert, wodurch SGMS1 einen geeigneten Ansatzpunkt für die Analyse lipidgetriebener Zellbiologie darstellt. Die SMS1-Aktivität ist zudem für Studien zur Membranbiophysik und zur Kommunikation zwischen Organellen relevant, da sie das Lipid-Remodeling von Golgi- und Plasmamembran beeinflusst.
SMS1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen SGMS1-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
SMS1 Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des SGMS1-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der SGMS1-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen SMS1-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native SGMS1-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von SMS1-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des SMS1-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem SGMS1-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.