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SF-1 Double Nickase Plasmid (h) | sc-402334-NIC | 20 µg | $410.00 | |||
SF-1 Double Nickase Plasmid (h2) | sc-402334-NIC-2 | 20 µg | $410.00 |
NR5A1 kodiert den steroidogenen Faktor 1 (SF-1), einen orphan nukleären Rezeptor-Transkriptionsfaktor, der die Entwicklung von Nebenniere und Gonaden sowie die ausdifferenzierte Funktion steroidogener Zellen steuert. SF-1 reguliert Gene, die an der Biosynthese von Steroidhormonen, am Cholesterintransport und an der Signalübertragung der reproduktiven Achse beteiligt sind, und integriert dabei Netzwerke nukleärer Rezeptoren sowie cAMP/PKA-abhängige Transkriptionsprogramme. In der Humanbiologie wird eine veränderte NR5A1-Aktivität mit Störungen der Geschlechtsentwicklung, Nebenniereninsuffizienz und dysregulierter Steroidogenese in Verbindung gebracht, was NR5A1 zu einem zentralen Knotenpunkt für die Untersuchung der endokrinen Linienspezifikation und hormonregulierten Genexpression macht. SF-1 wird daher häufig als molekularer Einstiegspunkt genutzt, um die transkriptionelle Kontrolle steroidogener Signalwege und entwicklungsbezogener Zellschicksalsentscheidungen in geeigneten Zellmodellen zu analysieren.
SF-1 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des NR5A1-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von NR5A1 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die NR5A1-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit NR5A1-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.