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Ribosomal Protein L22 Double Nickase Plasmid (h) | sc-417644-NIC | 20 µg | $410.00 |
RPL22 kodiert das humane ribosomale Protein L22, eine strukturelle Komponente der großen 60S‑Ribosomenuntereinheit, die zur Organisation der rRNA‑Architektur beiträgt und eine effiziente Translation unterstützt. Über seine zentrale Funktion in der Ribosomenbiogenese und der Proteinsynthese hinaus wird RPL22 auch mit der Regulation der mRNA‑Prozessierung und zellulären Stressantworten in Verbindung gebracht, die mit Programmen der Proliferation und Differenzierung verknüpft sind. Veränderte Dosierung oder Funktion ribosomaler Proteine kann die translationsbezogene Kontrolle und die nukleoläre Homöostase stören – Prozesse, die häufig im Kontext der Krebsbiologie und von Ribosomopathien untersucht werden. RPL22 wird daher häufig hinsichtlich seines Beitrags zur Proteostase, zur Zellzyklusregulation und zu kontextabhängigen Vulnerabilitäten infolge einer gestörten Ribosomenfunktion untersucht.
Ribosomal Protein L22 Das Double-Nickase-Plasmid (h) besteht aus einem aufeinander abgestimmten Plasmidpaar, das für die hochspezifische Bearbeitung des RPL22-Lokus in human-Zelllinien entwickelt wurde. Jedes Plasmid exprimiert eine Cas9-D10A-Nickase und eine spezifische sgRNA, die auf entgegengesetzte DNA-Stränge innerhalb von RPL22 abzielt. Wenn sie auf benachbarte Stellen auf entgegengesetzten DNA-Strängen gerichtet sind, erzeugen die beiden Nickasen versetzte Einzelstrang-Schnitte, die zusammen einen versetzten Doppelstrangbruch erzeugen, was eine koordinierte On-Target-Aktivität beider Guides erfordert. Der resultierende DNA-Bruch wird durch endogene zelluläre Reparaturwege behoben, meist durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ), was zu Insertionen oder Deletionen führt, die die RPL22-Funktion stören. Durch die Notwendigkeit einer doppelten sgRNA-Bindung am Zielort erhöht der Doppel-Nick-Ansatz die Spezifität der Bearbeitung und bietet eine komplementäre CRISPR-Strategie für Anwendungen, bei denen eine zusätzliche Kontrolle über die Zielgenauigkeit gewünscht ist.
Um eine effiziente Identifizierung editierter Zellen zu unterstützen, kodiert ein Plasmid GFP zur fluoreszierenden Visualisierung transfizierter Populationen, während das Begleitplasmid ein Puromycin-Resistenzgen für die Antibiotika-Selektion trägt. Zusammen unterstützen diese Merkmale eine effiziente Anreicherung co-transfizierter Populationen und vereinfachen die Validierung von Klonen mit RPL22-Störung.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.