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Reelin CRISPR Activation Plasmid (h) | sc-401862-ACT | 20 µg | $397.00 | |||
Reelin CRISPR Activation Plasmid (h2) | sc-401862-ACT-2 | 20 µg | $397.00 |
Das menschliche RELN-Gen kodiert Reelin, ein großes, sezerniertes Glykoprotein der extrazellulären Matrix, das während der Gehirnentwicklung und in adulten neuronalen Schaltkreisen die neuronale Migration, die kortikale Schichtung (Laminierung) und die Synaptogenese orchestriert. Reelin signalisiert vor allem über die Lipoproteinrezeptoren VLDLR und LRP8 (ApoER2), um den Adapter DAB1 zu aktivieren, wodurch Src-Familien-Kinasen und nachgeschaltete zytoskelettale Dynamiken moduliert werden, die das Neuritenauswachsen und die synaptische Plastizität prägen. RELN-abhängige Signalwege überschneiden sich mit der glutamatergen Transmission, dem Umbau dendritischer Dornen (Spines) und aktivitätsabhängigen Genprogrammen, die die Konnektivität von Netzwerken beeinflussen. Eine fehlregulierte RELN-Expression oder -Signalgebung wurde mit neuroentwicklungsbedingten und neuropsychiatrischen Phänotypen in Verbindung gebracht, was RELN zu einem zentralen Ziel für mechanistische Studien zur Schaltkreisbildung und synaptischen Funktion macht.
Reelin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) bietet einen gezielten, nicht-destruktiven Ansatz zur Hochregulierung der endogenen RELN-Expression, ohne die zugrunde liegende DNA-Sequenz zu verändern.
Reelin Das CRISPR-Aktivierungsplasmid (h) ist ein aus drei Plasmiden bestehendes synergistisches Aktivierungsmediator-System (SAM), das für eine hocheffiziente, ortsspezifische transkriptionelle Hochregulation des RELN-Lokus in menschlichen Zelllinien entwickelt wurde. Das System basiert auf einem katalytisch inaktiven Cas9 (dCas9), das zwei inaktivierende Mutationen (D10A und N863A) trägt, welche die Nukleaseaktivität eliminieren, während die DNA-Bindung erhalten bleibt. Dieses dCas9 ist mit VP64, einem potenten Transkriptionsaktivator, fusioniert und wird zusammen mit einem Blasticidin-Resistenzgen zur Selektion koexprimiert. Das zweite Plasmid kodiert das MS2-p65-HSF1-Fusionsprotein, einen sekundären Aktivatorkomplex, der zusammen mit dCas9-VP64 wirkt, sowie ein Hygromycin-Resistenzgen. Das dritte Plasmid kodiert für eine zielspezifische 20-nt-sgRNA, die an zwei MS2-RNA-Aptamere fusioniert ist, welche den MS2-p65-HSF1-Komplex an die Aktivierungsstelle rekrutieren, begleitet von einem Puromycin-Resistenzgen. Die drei Plasmide werden im Massenverhältnis 1:1:1 verabreicht, um eine ausgewogene Expression aller Systemkomponenten zu gewährleisten.
Nach der Assemblierung am Zielort bindet der SAM-Komplex etwa 200 bp stromaufwärts der RELN-Transkriptionsstartstelle, wo VP64, p65 und HSF1 gemeinsam die Transkriptionsmaschinerie rekrutieren und die Hochregulation der endogenen Reelin-Expression vorantreiben. Im Gegensatz zu nukleaseaktivem Cas9 verursacht dCas9 keine Doppelstrangbrüche und verändert die genomische Sequenz nicht, wodurch der native RELN-Locus erhalten bleibt und die Untersuchung von Reelin-abhängigen Transkriptionsreaktionen am endogenen Locus ermöglicht wird. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für Funktionsstudien, die Identifizierung von Zielgenen und die Modellierung der Wiederherstellung des Reelin-Signalwegs in Tumorzellen mit stillgelegtem oder reduziertem RELN-Ausdruck.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke bestimmt.